Köln
Kulturabend der Gruppe Innenstadt: Rockoper KOSLOWSKY – 60 Jahre FLOH DE COLOGNE
Kulturabend der DKP Köln-Innenstadt im Januar 2026
Montag, 19. Januar 2026, 19.30 Uhr
Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln
Fünf Studenten der Theaterwissenschaft an der Uni Köln gründeten im Januar 1966 das Kabarett FLOH DE COLOGNE. Ihr erstes Programm mit dem Titel „Vor Gebrauch Kopf schütteln“ hatte am 24. Januar 1966 Première. Es folgten weitere Programme wie „Trari trara, die Pest ist da“ oder „Zwingt Mensch raus“. Bald machte sich die Gruppe bundesweit einen Namen und wurde als junges, freches, linkes Kabarett gefeiert. Floh de Cologne prangerte die bürgerliche Scheinheiligkeit an, wetterte gegen alte und neue Nazis im politischen Establishment, bekämpfte sexuelle Zwänge und Abhängigkeiten und den Konsum- und Werbeterrorismus, stellte schließlich das Privateigentum in Frage.
Doch bald genügen den fünf Akteuren ihre Erfolge beim bürgerlichen Kabarettpublikum nicht mehr. Ihre politischen Vorstellungen entwickeln sich in Richtung Sozialismus, sie wollen aufklären und die Welt verändern. Sie verlassen die Kabarettbühnen und wenden sich einem jungen Publikum zu, indem sie ihre politischen Texte mit Rock- und Popmusik verbinden. So entstehen 1970 die Programme „Fließbandbabys Beatshow“ und die „Rockoper Profitgeier“, gefolgt von anderen Rocktheater-Produktionen, die oft außer Musik und Text auch Bilder und Filme verwenden, es werden Multi-Media-Spektakel.
Vom Rundfunk und Fernsehen werden die „Flöhe“ trotz ihrer elf Langspielplatten und ihrer ausgedehnten bundesweiten Tourneen kaum beachtet. Sie sind zu links geworden und haben sich inzwischen der DKP zugewandt.
1979 entstand in Zusammenarbeit mit der IG Metall die Rockoper KOSLOWSKY, die in Sulzbach-Rosenberg/Oberpfalz mit ihrer von Schließung bedrohten Maxhütte spielt. Dieses Programm, das mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde, wird 1980 vom WDR-Fernsehen aufgezeichnet und gesendet
Diese Produktion zeigen wir heute.
Dieter