Jugend

Besucherrekord und kämpferische Stimmung

Festival der Jugend

Festival gut besucht und kämpferische Stimmung.

Drei Tage voller Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträgen kombiniert mit einem bombastischen Kultur- und Freizeitprogramm – so lässt sich Bilanz ziehen über das Festival der Jugend 2017. Das Festival zählt zu den größten linken politischen Jugendfestivals.

2.000 BesucherInnen auf dem Platz, unzählbare Stunden Diskussionen, Spaß und Freundschaft – so ging das diesjährige Festival der Jugend zu Ende. Die kämpferische Stimmung zeigte sich unter anderem beim Konzert am Samstagabend: Hunderte Festival-BesucherInnen solidarisierten sich mit den Nürnberger BerufsschülerInnen, welche sich am Donnerstag gegen die Abschiebung ihres Afghanischen Mitschülers gewehrt haben. Die Botschaft der Solidarisierung, welcher sich auch der Main-Act »Disarstar« anschloss, war klar: »Gemeinsam lernen, gemeinsam Kämpfen!« Und »Kein Mensch ist illegal!«.

Eine Besonderheit des Festival der Jugend ist, dass es völlig unabhängig von Konzern-Sponsoring auf die Beine gestellt wurde und dabei trotzdem ein attraktives Programm zu günstigen Preisen anbietet. Mit hunderten SpenderInnen, einer Crowdfunding-Kampagne und über 30 unterstützenden Organisationen konnte das ambitionierte Vorhaben realisiert werden: Ein Jugend-Festival, das nicht eines unter vielen ist, sondern ein Beitrag zur nicht-kommerziellen Gegenkultur.

Dahinter steckt jedoch viel ehrenamtliche Arbeit, wie Lena Kreymann, stellvertretende Bundesvorsitzende der SDAJ, erklärt: »Ich bin beeindruckt davon, was wir hier in Köln hingelegt haben. Seit Monaten haben Jugendliche ehrenamtlich an der Realisierung dieses Großprojekts gearbeitet. Unser Orga-Team besteht aus SDAJ-Mitgliedern, die sich überall eingebracht haben. Schreiner-Azubis haben eine Werkstatt organisiert, Veranstaltungstechniker haben sich um Licht und Ton gekümmert, wir haben unser Festival selber gemacht. Vom kleinsten Nagel über den Ausschank bis zum Großkonzert.« Auch unterstützende Organisationen haben sich aktiv eingebracht. Ob durch Hilfe vor Ort oder in der Vorbereitung.

Auch mit dem Programm sind die Organisatorinnen sehr zufrieden. Paula Kaltendorf, die Leiterin des Orga-Teams resümiert: »Wir hatten ein spannendes Programm mit über 25 verschiedenen Workshops, Lesungen und Diskussionsrunden zu ganz unterschiedlichen Themen. Ob man nun lernen wollte Aktionen an der eigenen Schule zu organisieren, gegen Stammtischparolen zu argumentieren oder welche Geschichte die Diskriminierung von Homosexualität hat – für jeden etwas dabei. Darüber hinaus gab es auch Diskussionsrunden zur Rechtsentwicklungen in Köln, zur Bundestagswahl oder zum Leistungsdruck in den Betrieben.«

Ab 18 Uhr fand das abschließende Camp-Treffen statt, bei dem Veranstalter, Unterstützer und internationale Gäste das erfolgreiche Wochenende gemeinsam Revue passieren haben lassen. Jetzt wird gemeinsam gefeiert.

SDAJ-Pressemitteilung
Foto: Thomas Brenner