Umwelt

Ökologischer Imperativ

»Selbst ei­ne gan­ze Ge­sell­schaft, ei­ne Na­ti­on, ja al­le gleich­zei­ti­gen Ge­sell­schaf­ten zu­sam­men­ge­nom­men, sind nicht Ei­gen­tü­mer der Er­de. Sie sind nur ih­re Be­sit­zer, ih­re Nutz­nie­ßer, und ha­ben sie als bo­ni pa­tres fa­mi­li­as (gu­te Fa­mi­li­en­vä­ter) den nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen ver­bes­sert zu hin­ter­las­sen.«

Karl Marx, Das Kapital, Band 3

Auf dem Weg zum europäischen Atomausstieg

Landschaft mit Atomkraftwerk. 

Belgiens große Chance

Am 25. Juni letzten Jahres schlossen sich 50.000 Menschen zusammen, um die Schließung des Atomkraftwerks in Tihange zu fordern. Die Anzahl der Demonstranten hat viele überrascht. Bemerkenswert war aber auch die mangelnde Reaktion der offiziellen Politik als Folge dieses außergewöhnlichen Ereignisses. Es gibt Gründe für die scheinbare Lethargie der Führer unseres Landes angesichts dieser Volksdemonstration, vielleicht ausgehend von einem Schuldgefühl, das durchaus angemessen wäre.

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Der Sonderbericht des Weltklimarates und der Kapitalismus

Chronik einer
angekündigten
Katastrophe

Der Anstieg des Meeresspiegels ist eine elementare Bedrohung für viele Staaten. (Foto: Public Domain) Der Anstieg des Meeresspiegels ist eine elementare Bedrohung für viele Staaten.


Als der Gott Apol­lon nicht bei der schö­nen Kas­san­dra lan­den konn­te, soll er sie ver­flucht und dafür ge­sorgt haben, dass nie­mand ihren Weis­sa­gun­gen Glau­ben schenk­te. In ge­wis­ser Weise er­geht es dem «Welt­kli­ma­rat» IPCC ähn­lich. Ob sich der In­ter­go­vern­men­tal Panel on Cli­ma­te Chan­ge mit der Schön­heit Kas­san­dras ver­glei­chen kann, ist eine an­de­re Frage, aber der heu­ti­ge Gott Apol­lon, der Ka­pi­ta­lis­mus, dürf­te sich mit sei­nen Pro­fit­in­ter­es­sen vom IPCC ähn­lich zu­rück­ge­wie­sen füh­len wie sein an­ti­ker Vor­gän­ger von der Toch­ter des Pria­mos. Der von der UNO 1988 ins Leben ge­ru­fe­ne IPCC stößt seit sei­ner Grün­dung auf ähn­lich taube Ohren wie die an­ti­ke Hel­din.

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Rote Linie gegen Kohleabbau

 Die Linke. Protestgruppe mit Transparent: «Was wollen wir retten: Kapitalismus oder Klima?».

Ende Gelände mit
Tausenden im Wald

Raum für weitere Besetzung

Kerpen-Buir, 6.10.2018 | Tausende Menschen sind der Einladung von Ende Gelände gefolgt und strömten von der angemeldeten Kundgebung bei Buir aus in den Hambacher Forst. Viele von ihnen hängen in roten Hängematten an den Bäumen und ziehen so eine symbolische Rote Linie gegen den Kohleabbau.

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Hambi bleibt! Der Anfang vom Ende des RWE als Kohle-Konzern

 180° Panoramabild der Kundgebung».

Wald retten -
Kohle stoppen!

Hambi bleibt!

«Ich liebe die Natur und gehe auch gern im Wald spazieren», verriet Rolf Martin Schmitz unlängst dem Kölner Stadtanzeiger. Schmitz ist Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Energie-Riesen RWE. Für «Klüttenrolf» ist die Braunkohle weiterhin ein unverzichtbarer Energieträger, von dem das Wohl und Wehe unseres Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, NRW, abhängt. Sein Kumpel Arnim «Diesel» Laschet, derzeit Minipräsident von NRW, der sogenannte «Landesvater», ist ganz derselben Ansicht.

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Tödlich verunglückt

Steffen in den Bäumen.


Wir trauern um Steffen Meyn

Wie bekannt, ist bei den Protesten im Hambacher Forst am 19. September ein junger Mann zu Tode gekommen. Er stürzte aus einer Höhe von mehr als 15 Metern zu Boden.

Ursache war der Stress, den die Polizei bei der Räumung von Baumhäusern bis auf eine Höhe von 25 Metern verursachte. Zudem das Verbot der Polizei, den Blogger vom Boden aus berichten zu lassen und deren Beschlagnahmen von Klettergurten.

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Waldspaziergang in Hambach

Waldspaziergänger im Regen, hinten Polizei.


Hambach, der Wald, die Braunkohle, das Klima, die Politik, das Führungspersonal, die Polizei, das öffentliche Interesse

Heiße Schokolade
und Befehlsnotstand

Waldspaziergang am Sonntag, 23.9.2018 im Hambacher Forst

Ein Sonntag in Hambach im September. Wieder mehr Menschen. Trotz intensivem Regen, Kälte und Verboten. Gute Stimmung und Zuversicht: «Das können die doch nun wirklich nicht mehr bringen.» «Erst den wirklich tollen Wald abholzen um dann das ohnehin überfällige Ende der Braunkohleverstromung auszurufen?» Aber dem NRW-Ministerpräsidenten Laschet, seinem Innenminister und RWE traut hier jeder jeden Blödsinn zu. «Die haben einfach nicht begriffen, was die Uhr geschlagen hat. Die haben keinen Plan für die Zukunft. Die tun so, als gäbe es den Klimawandel und die drohenden Katastrophen nicht. Die sind unberechenbar. Die können nur Auto und noch mehr Auto. Denen fehlen Verstand und jeglicher Begriff von Verantwortung. Die nehmen den Umweltschützern die Klettergeschirre weg und behaupten dann, dass sie die Blockade wegen fehlender Sicherheit der Umweltschützer in deren eigenem Interesse gewaltsam beenden müssten. Die halten alle Menschen für blöd.»

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Tragischer Unfall im Hambacher Forst

Düstere Landschaft mit Dampf und Rauch.

 

Am Mittwoch ist im Hambacher Forst ein junger Journalist tödlich verunglückt. Wir sind schockiert und traurig. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die vor einer Woche gestartete Räumung der Baumhäuser bis auf weiteres ausgesetzt.

Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden, denen wir unser tiefes Beileid aussprechen.

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Wälder haben wir doch genug, oder?

 Fotomontage: Stiefel mit RWE-Profil zertritt Wald.

Hambacher Forst

Your öcological
footprint

Zum aktuellen Diskurs in Sachen Braunkohle fasst der Gerresheimer Künstler Werner Burkard zusammen:

  • Die Zeichen stehen auf Kohleausstieg (Einhaltung der EU-Richtwerte, Reduktion Co2-Ausstoß, selbstgesteckte Klimaziele etc.)
  • Die Gerichtentscheidungen stehen noch aus.
  • Und schon sollen in militanter Manier – mithilfe des Staatsapparats – Fakten geschaffen werden.

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