Kultur

»Die wachsenden Möglichkeiten der Kommunikation öffnen neue Perspektiven für die Entwicklung der Kultur und die Emanzipation der Menschen.«

Aus dem Programm der DKP

Jürgen Kuczynski

Ein großer Wissenschaftler
und Kommunist

Jürgen Kuczynski beim X. Schriftstellerkongress 1987. 

6.08.2017 | Mit Mitte zwanzig ist Jürgen Kuczynski der KPD beigetreten. Davor leitete er das Forschungsinstitut der amerikanischen Gewerkschaftszentrale. Als Redakteur der Parteizeitung Rote Fahne war er für die Wirtschaftsanalysen zuständig und arbeitete auch der sowjetischen Botschaft zu. Seine Analysen über die wirtschaftliche und soziale Situation wurden von der Reichsleitung der Kommunistischen Partei ausgewertet und genutzt. Wenige Jahre später kamen die Faschisten an die Macht und Kuczynski ging 1936 ins Exil nach Großbritannien. Davor kam er für zwei Wochen kurz in Moskau unter, wo er beim Ökonom der KI, Eugen Varga, Zuflucht fand. In England dann koordinierte er Genossinnen und Genossen im Widerstand und knüpfte Kontakte zu Sozialdemokraten zur Etablierung einer Einheitsfront der Arbeiterklasse und außerdem auch AntifaschistInnen verschiedenster Standpunkte zur Schaffung einer breiten Volksfront gegen den deutschen Faschismus.

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Documenta 2017

Spaziergang durch die diesjährige Documenta mit Klaus Stein

Kassel, 30. Juni 2017. Die Documenta Nr. 14 verwirrt zunächst. Sie ist riesig, umfänglicher als die Nr. 13. Allein 35 Orte in Kassel präsentieren die Exponate, weitere 47 sind es in Athen. Über 200 Künstler stellen ihre Werke aus. Der um den Überblick bemühte Kunstfreund muss erhebliche Strecken überwinden. Dabei wird ihm die Orientierung nicht leicht gemacht. Vor fünf Jahren kamen 860.000 Besucher. Adam Szymczyk, der künstlerische Leiter, erhofft sich bis zum 17. September eine Besucherzahl von mehr als einer Million.

Das Motto der Documenta 14: Von Athen lernen.

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Gewissermaßen das Wahrzeichen des diesjährigen 100-Tage-Museums erscheint der Parthenon der Bücher (2017) von Marta Minujín in den pathetischen Abmessungen des athenischen Originalparthenons. Tatsächlich aber haben wir es mit einer Replik zu tun und einer Umdeutung des „El Partenón de libros“ aus dem Jahr 1983. Der war mit 25.000 Büchern bedeckt, die als zu aufklärerisch von den argentinischen Militärs weggeschlossen worden waren. Er wurde folglich als Symbol der Militärdiktatur umgeworfen.

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Jahrestag der Bücherverbrennung

Dichterlesung.

Lesungen verbrannter Dichter

17. Mai 2017. Der Arbeitskreis Zivilklausel an der Universität Köln hat auch in diesem Jahr Lesungen anlässlich des Jahrestags der Bücherverbrennung organisiert. Vor dem hässlichen Uni-Haupteingang bei schönem Wetter und viel Wind, sieben Stunden lang.

Peter Förster schreibt mit Dank an die Beteiligten: «Zu diesen Lesungen schien mir wieder sehr zutreffend, was eine Leserin sagte: So wie diese Lesungen müsste die Universität viel mehr werden. Ein Ort des lebendigen Austausches über den Campus hinaus, in dem aus dem Kulturerbe geschöpft und gelernt wird für bessere Zeiten. Sehr persönlich, und deswegen auf Augenhöhe.

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Anti-Drohnen-Film jetzt im Kino

Bild aus Video.

National Bird

Wohin geht die Reise Amerika?

Der US-Drohnenkrieg geht auch unter Präsident Trump weiter. Nach wie vor ist der US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz wichtiger Relaispunkt für die Drohnenangriffe. In diesen Tagen kommt nun der von Wim Wenders produzierte Film NATIONAL BIRD in die deutschen Kinos.

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Die Arbeit - Die Anstalt vom 16. Mai

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Die Anstalt vom 16. Mai 2017

Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff und Claus von Wagner klären über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der «Anstalt».

Die Anstalt persifliert die Arbeitsverhältnisse heutzutage.


www.zdf.de/die-anstalt/die-anstalt


 

Die Schriftstellerin Gisela Elsner (1937–1992)

Porträt Gisela Elsner.

Kommunistin aus Haltung und Überzeugung

 

«Ihr erster Roman ‹Die Riesenzwerge› erhielt den ‹Prix Formentor› und wurde in viele Sprachen übersetzt. Doch die Karriere der ungewöhnlichen Schriftstellerin, die sich selbst als ‹schmutzige Satirikerin› bezeichnete, stürzte kurz nach dem frühen Erfolg gleich wieder ab.

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Verbrechen der Wirtschaft

Vorankündigung: Erscheinungstermin Mai 2017

Günter Gleising:

Verbrechen der Wirtschaft – Der Anteil der Wirtschaft an der Errichtung der Nazidiktatur, der Aufrüstungs- und Kriegspolitik im Ruhrgebiet 1925-1945

Mit einem Geleitwort von Ulrich Sander, Bundessprecher der VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

ca. 264 Seiten, mit zahlreichen Dokumenten und Fotos
ISBN: 978-3-931999-22-3, ca. 18,00 Euro

Die Ausgangsfragestellungen: Wie war es möglich, dass Hitler und seine Nazipartei innerhalb weniger Jahre von einer politischen Splittergruppe zu einer politisch einflussreichen Kraft werden konnten? Wie war es möglich, dass Hitler schließlich Anfang 1933 die Reichskanzlerschaft angetragen werden konnte? Wie war es möglich, dass das faschistische Regime an der Macht innerhalb von 6 Jahren in der Lage war, einen Krieg zu führen und halb Europa zu unterjochen? Wie war es möglich, dass die größten Teile des deutschen Volkes Hitler auch dann noch folgten, als die Niederlage deutlich zu erkennen war?

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