Antifaschismus

»Die Ver­nich­tung des Fa­schis­mus mit sei­nen Wur­zeln, der Auf­bau ei­ner neu­en Welt des Frie­dens und der Frei­heit ist un­ser Ziel.«

Schwur von Buchenwald

Reichspogromnacht 9. November

 Brennende Synagoge.

«Es ist geschehen – folglich kann es wieder geschehen.»

20. Oktober 2018 | Dieser Satz des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinen Lebenserinnerungen ist immer aktuell geblieben.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben anderen Ereignissen zu diesem Datum ist in diesem Jahr besonders an den 9. November 1918 zu erinnern. Mit dem Arbeiter- und Matrosenaufstand und dem Generalstreik wurde vor 100 Jahren zum Ende des 1. Weltkrieges beigetragen und durch diese Revolution brach das deutsche Kaiserreich zusammen.

Nie darf vergessen werden was in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 geschah.

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Gedenken in Stukenbrock

Gedenkfeier.

Anke Unger, DGB-Regionsgeschäftsführerin in Ostwestfalen-Lippe, der Schiffsoffizier eines zivilen Rettungsbootes aus dem Mittelmeer und eine Sprecherin der SDAJ aus dem Jugend-Camp hielten bewegende Redebeiträge auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock. Der Gewerkschaftschor Herford trug eindrucksvolle Friedenslieder von Wader und Jewtuschenko in deutscher und russischer Sprache vor.

Foto: Uwe Koopmann


 Friedhof STALAG Stukenbrock Rede von Martin Kolek


 

Lindner und die Brötchen

Zu Lindners versteckter Polemik
gegen geflüchtete Brötchenkäufer

 Kinderspielplatz vor Wohnhaus.

Christian Lindner führte kürzlich auf dem FDP-Parteitag in Berlin aus: «Man kann beim Bäcker in der Schlange nicht unterscheiden, wenn einer mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen bestellt, ob das der hoch qualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien ist, oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer. Damit die Gesellschaft befriedet ist, müssen die anderen, die in der Reihe stehen, damit sie nicht diesen einen schief anschauen und Angst vor ihm haben, müssen sich alle sicher sein, dass jeder, der sich bei uns aufhält, sich legal bei uns aufhält. Die Menschen müssen sich sicher sein, auch wenn jemand anders aussieht und noch nur gebrochen deutsch spricht, dass es keine Zweifel an seiner Rechtschaffenheit gibt. Das ist die Aufgabe einer fordernden, liberalen, rechtsstaatlichen Einwanderungspolitik.»

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Gedenken für die 71 Ermordeten in der Wenzelnbergschlucht

 Gedenkende mit Fahnen.

Der Antifaschismus
bleibt aktuelle Aufgabe

Am 13. April 1945 wurden «in den letzten Minuten des Krieges» am Wenzelnberg in Langenfeld bei Düsseldorf 71 Gefangene, auch aus Polen und der Sowjetunion, von den Nazis durch Genickschüsse ermordet. Am vergangenen Sonntag gedachten der Opfer Bürger und Bürgermeister aus den Städten Leichlingen, Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal. Gemeinsame Schlussfolgerung aller Redner: Antifaschistische Arbeit endete nicht mit dem militärischen Zusammenbruch des Faschismus – antifaschistisches Engagement ist Herausforderung und Verpflichtung bis in die aktuelle Gegenwart.

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Rote Rosen für die Stolpersteine

Gedenkende.

Gedenken
in Erkrath

Unter anderem für drei am 27. März 1934 enthauptete KPD-Genossen wurden anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee rote Rosen an den Stolpersteinen in Erkrath abgelegt.

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Hiltler's letzte Mordgehilfen

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Hiltler's letzte Mordgehilfen 

Es ist ihre letzte Chance, NS-Verbrecher hinter Gitter zu bringen: Bei der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg und bei der Staatsanwaltschaft Dortmund laufen die Ermittlungen gegen  die letzten lebenden Nazi-Verbrecher auf Hochtouren. Nur noch wenige, die in den KZ Aufseher waren, sind heute noch am Leben und können vor Gericht gebracht werden.

Kriminalistisches Puzzle und ein Wettlauf gegen die Zeit

Angeschoben wurde der Endspurt der Ermittler durch einen historischen Wendepunkt in der deutschen Rechtsprechung: In den Verfahren gegen Iwan Demjanjuk und Oskar Gröning (2011 und 2016) wurden zum ersten Mal in der jüngeren Rechtsgeschichte SS-Wachmänner verurteilt, obwohl sie selbst nicht gemordet hatten. Durch ihren Wachdienst waren sie jedoch Teil des Vernichtungssystems und hatten somit das massenhafte Töten von KZ-Häftlingen ermöglicht. Deshalb nehmen sich jetzt die Ermittler ein Konzentrationslager nach dem anderen vor. Und tatsächlich machen sie immer noch KZ-Wachmänner ausfindig, nach denen vor der neuen Rechtsprechung schlicht nicht gesucht wurde. Über all die Jahrzehnte lebten diese unbehelligt in Deutschland – bis jetzt.

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Aufruf zur Solidarität

 Grafik: Fischschwarm auf rotem Grund «Solidarität ist unsere Waffe».

Praktische Solidarität ist gefragt

Das Strafverfahren gegen einen Teilnehmer an den Protesten gegen die AfD in Arnoldsweiler und Hambach endete vor dem Amtsgericht Düren mit der Einstellung des Verfahrens mit der Auflage 75 Sozialstunden leisten zu müssen.

Trotzdem kommen jetzt auf den betreffenden Antifaschisten Kosten für einen Anwalt in Höhe von ca. 900,00 Euro zu. Es traf wieder einmal Einen, gemeint waren aber Alle, die sich den Rassisten der AfD und anderen Faschisten entgegenstellen.

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Mahnwache in Bergisch Gladbach: Erinnern und Handeln!

Mahnwache erinnert an die Reichspogrom­nacht
vom 9. November 1938

 Gedenkende mit Blumengebinden.

Seit 27 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogrom­nacht vom 9. November 1938, als in vielen deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand ge­steckt wurden. «Der 9. November 1938 ist ein historischer Wendepunkt. Er markiert den Über­gang von der Diskriminierung der deutschen Juden hin zur systematischen Verfolgung und in­dustriellen Ver­nichtung», so Reimund Smollen, Sprecher des DGB im Rheinisch-Bergischen Kreis, «Was mit hasserfüllten Worten begann, endete in einer rassistischen Massenvernichtung.»

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