Betrieb & Gewerkschaft

»Den Ge­werk­schaf­ten kommt für die Or­ga­ni­sie­rung der Ar­bei­ter­klas­se und für das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Klas­sen ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu.«

Aus dem Programm der DKP

Sozialpartnerschaft statt Kehrtwende

21. Ordentlicher Bundeskongress des DGB

Reiner Hoffmann, Bild aus Video.


Vom 13. bis 17. Mai 2018 tagt in Berlin der 21. Ordentliche Bundeskongress des DGB. Rund 400 Delegierte vertreten knapp 6 Millionen Mitglieder aus acht Einzelgewerkschaften. Sie entscheiden über vier weitere Jahre die Richtung des DGB in Sachen «Wirtschaft- und Sozialpolitik». Grundlage sind rund 80 Anträge. Zwar analysiert das Arbeitsmaterial die bundesdeutsche Arbeitswelt und ihre Auswirkungen für die Menschen sehr real. Doch bei der Bewältigung der Missstände setzt der Gewerkschaftsbund auf Lobbyismus und hofft auf die Große Koalition.

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21. Ordentlicher Bundeskongress des DGB

 Typografik: 21. Parlament der Arbeit.

Lobbyismus statt Klassenanalyse

Vom 13. bis 17. Mai 2018 tagt in Berlin der 21. Ordentliche Bundeskongress des DGB. Unter dem Motto »Solidarität_Vielfalt_Gerechtigkeit» werden 400 Delegierte aus acht Einzelgewerkschaften über die Politik des Gewerkschaftsbundes für die nächsten vier Jahre beraten. Behandelt werden 78 Anträge. Vor vier Jahren waren es fast dreimal so viel.

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Der Tod wohnt am Rheinmetall Platz

Demonstrierende mit Fahnen und Transparent: «Rheinmetall = Gefahr für den Blauen Planeten».

Schreibtischtäter

In Düsseldorf gab es am 200. Geburtstag von Karl Marx (5. Mai) die passende Antwort von Kriegsgegnern auf die mörderische Verquickung des Rüstungskonzerns Rheinmetall AG mit der Berliner Regierung. Die Enthüllungen reichten von der Personalrochade zwischen Kabinett und Konzernspitze bis hin zu «Freifahrtscheinen» für verbotene Rüstungsexporte in Krisen-Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien oder den Jemen. Verschiedene kriegführende Kontrahenten greifen dabei jeweils auf Waffen von Rheinmetall zurück.

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Die Arbeitszeitfrage in den aktuellen Tarifrunden

Abwehrkämpfe oder
erste Reformansätze?

 Grafik.

Die Arbeitszeitverkürzung gehört wieder zu den Top-Themen gewerkschaftlicher Debatten. Auch in Tarifrunden steht sie wieder ganz oben auf der Forderungsliste. Die Wünsche der Beschäftigten allerdings treffen auf den erbitterten Widerstand der Unternehmerverbände, die ganz klar Arbeitszeiten flexibilisieren und verlängern wollen.

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Unternehmervertreter fordern, die tägliche Höchstarbeitszeit abzuschaffen

Grafik: Sanduhr, «Arbeitszeit ist Lebenszeit».

Jede Minute ein Klassenkampf

Spitzenvertreter der «Arbeitgeber» haben gefordert, dass die Bundesregierung die gesetzlichen Arbeitszeit-Regelungen aufweichen solle. In diesem Sinne äußerten sich Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), und Hans Peter Wollseifer, Handwerkspräsident. «Die Digitalisierung wirkt sich natürlich auch auf die Arbeitszeiten aus: Ein zu enges Arbeitszeit-Korsett und zu starre und unflexible arbeitsrechtliche Vorschriften tun der Wirtschaft nicht gut», ließ sich Wollseifer in der «Rheinischen Post» vom Dienstag letzter Woche zitieren.

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Warnstreiks am 10. und 11. April

Tarifrunde Öffentlicher Dienst

 verdi-Grafik: NRW-Städte.

Regionale Warnstreiks am 10. April 2018 im ver.di-Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

Demonstrationen und Kundgebungen in Köln,
Dortmund und Bielefeld

09.04.2018 | Im Vorfeld der dritten Tarifverhandlungsrunde für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen, am 15./16. April 2018 in Potsdam, erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW den Druck auf die Arbeitgeber. Für Dienstag, 10. April 2018, ruft ver.di NRW landesweit die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu eintägigen Warnstreiks auf. Betroffen sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes u. a. Nahverkehr, Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Jobcenter, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Flughafen Köln/Bonn.

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Es ist Warnstreikzeit!

 Streikende mit verdi-Fahnen.

Warnstreiks VERDI und GEW 


Krefeld, 20.03.2018 | Die öffentlichen Arbeitgeber bewegen sich nicht, also greifen Verdi und GEW zu ersten Kampfmaßnahmen. Am heutigen Vormittag lief in NRW fast garnichts, da der öffentliche Dienst in NRW durch die erste Welle der Warnstreiks ziemlich lahm gelegt worden war. Morgen wird es weiter gehen.

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Tarifauseinandersetzung beim öffentlichen Dienst

Porträt André auf der Heiden.

INTERVIEW mit André auf der Heiden

Mindestens 200 Euro

UZ: Um 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro im Monat, sollen die Entgelte in der Tarifrunde öffentlicher Dienst für die Beschäftigten von Bund und Kommunen in diesem Jahr steigen. Einer der Schwerpunkte ist die Forderung einer «sozialen Komponente». Wie kam es dazu?

André auf der Heiden: Bereits in den Vorjahren hat diese Forderung in den Debatten einen breiten Raum eingenommen. Weil über eine klassische lineare Erhöhung die unteren Gehaltsgruppen immer schlechter gestellt werden als die oberen. Preissteigerungen, wie Mieten und andere Lebenshaltungskosten steigen natürlich für alle gleich. In dieser Tarifrunde haben die Arbeitgeber sich vehement dagegen aufgestellt. Das ist nichts Neues. In der Mitgliederbefragung hatte die soziale Komponente bei den Beschäftigten eine hohe Bedeutung.

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