Kultur

»Die wachsenden Möglichkeiten der Kommunikation öffnen neue Perspektiven für die Entwicklung der Kultur und die Emanzipation der Menschen.«

Aus dem Programm der DKP

Lob der Dialektik

Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre
Die Gewalt versichert: So wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt, außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut: Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher
So wie es ist, bleibt es nicht
Wenn die Herrschenden gesprochen haben,
Werden die Beherrschten sprechen.
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen.
Und aus Niemals wird: Heute noch!

Bertolt Brecht

Neil Young will nicht mit dem Krieg leben

Die Wut ist noch da

25. April 1970: US-Präsident Nixon befiehlt die Invasion Kambodschas und weitet damit den mörderischen Krieg der USA gegen Vietnam auf das Nachbarland aus. Es kommt landesweit zu massiven Protesten, auch an der Kent State University in Ohio. Der Bürgermeister erklärt den Ausnahmezustand und setzt die Nationalgarde gegen die protestierenden Studenten ein. Dieser gelingt es tagelang nicht, die Proteste zu unterdrücken. Am 4. Mai eröffnet ein Teil der Truppen das Feuer auf die Studenten, ohne bedroht gewesen zu sein. Vier Studenten sterben im Kugelhagel der Soldaten, weitere neun werden zum Teil schwer verletzt. Dieser Tag geht in die Geschichte als der Tag des Kent State Massacre ein. Aus Protest dagegen treten acht Millionen Studenten in den Streik, es ist der größte Studentenstreik der US-Geschichte. Hunderte Universitäten, Highschools, selbst Grundschulen mussten zeitweise geschlossen werden.

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Bertolt Brecht: »Das Manifest« in Versform

Porträt Bertolt Brecht.

Anlässlich seiner Rückkehr aus dem Exil begann Bertolt Brecht das «Manifest der Kommunistischen Partei» von Karl Marx und Friedrich Engels in Versform zu bringen. Manfred Wekwerth – ehemaliger Mitarbeiter von Brecht – brachte dieses Stück auf die Bühne des Grazer Volkshauses.


Unter dem Titel «Das Manifest» sollte es Teil eines größeren Lehrgedichts werden. 1955 kommt Brecht noch einmal auf das Projekt zurück, beendet es aber nicht. «Das Manifest» bleibt Fragment.

SprecherInnen: Renate Richter und Alejandro Quintana
Musik: Syman (Piano) und Torsten Adrian (Schlagzeug)
Textfassung und Regie: Manfred Wekwerth

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Video: Bilder vom Pressefest 2007

RedGlobe-Film vom UZ-Pressefest 2007RedGlobe-Film:
Bilder vom 15. Pressefest der Wochenzeitung der DKP, UZ - Unsere Zeit, am 22.-24. Juni 2007 im Dortmunder Revierpark Wischlingen
Länge: 17:34

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Hanna Fleiss: Deutsche Arbeiterfrau 1936-1945

Als sie deinem Mann endlich
Arbeit gaben nach sieben schrecklichen Jahren,
Zog kleines Glück ein in die Arme-Leute-Stube.
Da gabs wieder nen Happen im Magen,
Sonntags auch Kuchen mit Sahne,
Mal rausfahren an den Wannsee,
Damenwahl beim Ball verkehrt,
Das Nadelstrichkostüm, die Bluse
Mit Rüschen.

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Lob des Kommunismus

Foto: Bertolt Brecht

Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.
Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn begreifen.
Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.
Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig.
Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.

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