Kultur

»Die wachsenden Möglichkeiten der Kommunikation öffnen neue Perspektiven für die Entwicklung der Kultur und die Emanzipation der Menschen.«

Aus dem Programm der DKP

»Die Ermittlung«

Porträt: Peter Weiss


Vor 45 Jahren, im Oktober 1965 wurde in einer spektakulären Theateraktion das Stück »Die Ermittlung« von Peter Weiss gleichzeitig an sechzehn Bühnen der Bundesrepublik, Westberlins und der DDR uraufgeführt.


Eine Erinnerung von Dirk Krüger



Weiterlesen: »Die Ermittlung«

Beutezug Ost

Aus dem Video: dunkel gehalten - Männerbeine, Hand mit Aktenkoffer.

Die Treuhand und die Abwicklung der DDR

14.09.2010 | Frontal21-Dokumentation von Herbert Klar und Ulrich Stoll


Verramscht, zerschlagen, abgewickelt – für Kritiker begann mit der Gründung der Treuhandanstalt vor 20 Jahren der Ausverkauf der DDR: Tausende volkseigene Betriebe wurden geschlossen, Millionen DDR-Bürger arbeitslos, ganze Regionen Ostdeutschlands deindustrialisiert.

Weiterlesen: Beutezug Ost

Leerversprechen

Wenn man auf die Politik die gleichen Kriterien anlegt wie auf ungedeckte Finanzgeschäfte, müsste die Regierung sofort verboten werden:

  • sie verspricht etwas, was sie nicht hält,
  • regiert etwas, was sie nicht kann, und
  • verkauft etwas, das ihr nicht gehört.

Werner Lutz
Quelle: Deutscher Einheit(z)-Textdienst 6-10

Kultur in Zeiten der Krise

Marxistische-Blätter

Marxistische Blätter. Titel 4-09.



Ausgabe: 4-09
Die neoliberalistischen Umgestaltungsbestrebungen hatten von Beginn an den Charakter eines Kulturkampfes. Schon der Wahrnehmung elementarer alltagskultureller Angebote wird den Krisenopfern durch eine Strategie systematischer Einkommensabsenkung ein Riegel vorgeschoben: Nicht nur den Hartz-IV-Empfängern und den „arbeitenden Armen“, auch fast allen Familien mit mehreren Kindern sind aus finanziellen Gründen selbst Kino-, Schwimmbad- und Zoobesuche kaum noch möglich. Für Bildungsausgaben wurden den Hartz-IV-Kindern 2008 zusätzliche 100 Euro (pro Jahr!) bewilligt – die jedoch auf 10 Schuljahre beschränkt sind. Ihnen wird also offiziell zu verstehen gegeben, dass für sie ein Haupt- und Realschulabschluss reichen muss.

Weiterlesen: Kultur in Zeiten der Krise

Lob der Dialektik

Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre
Die Gewalt versichert: So wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt, außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut: Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher
So wie es ist, bleibt es nicht
Wenn die Herrschenden gesprochen haben,
Werden die Beherrschten sprechen.
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen.
Und aus Niemals wird: Heute noch!

Bertolt Brecht

Neil Young will nicht mit dem Krieg leben

Die Wut ist noch da

25. April 1970: US-Präsident Nixon befiehlt die Invasion Kambodschas und weitet damit den mörderischen Krieg der USA gegen Vietnam auf das Nachbarland aus. Es kommt landesweit zu massiven Protesten, auch an der Kent State University in Ohio. Der Bürgermeister erklärt den Ausnahmezustand und setzt die Nationalgarde gegen die protestierenden Studenten ein. Dieser gelingt es tagelang nicht, die Proteste zu unterdrücken. Am 4. Mai eröffnet ein Teil der Truppen das Feuer auf die Studenten, ohne bedroht gewesen zu sein. Vier Studenten sterben im Kugelhagel der Soldaten, weitere neun werden zum Teil schwer verletzt. Dieser Tag geht in die Geschichte als der Tag des Kent State Massacre ein. Aus Protest dagegen treten acht Millionen Studenten in den Streik, es ist der größte Studentenstreik der US-Geschichte. Hunderte Universitäten, Highschools, selbst Grundschulen mussten zeitweise geschlossen werden.

Weiterlesen: Neil Young will nicht mit dem Krieg leben

Bertolt Brecht: »Das Manifest« in Versform

Porträt Bertolt Brecht.

Anlässlich seiner Rückkehr aus dem Exil begann Bertolt Brecht das «Manifest der Kommunistischen Partei» von Karl Marx und Friedrich Engels in Versform zu bringen. Manfred Wekwerth – ehemaliger Mitarbeiter von Brecht – brachte dieses Stück auf die Bühne des Grazer Volkshauses.


Unter dem Titel «Das Manifest» sollte es Teil eines größeren Lehrgedichts werden. 1955 kommt Brecht noch einmal auf das Projekt zurück, beendet es aber nicht. «Das Manifest» bleibt Fragment.

SprecherInnen: Renate Richter und Alejandro Quintana
Musik: Syman (Piano) und Torsten Adrian (Schlagzeug)
Textfassung und Regie: Manfred Wekwerth

Weiterlesen: Bertolt Brecht: »Das Manifest« in Versform

Video: Bilder vom Pressefest 2007

RedGlobe-Film vom UZ-Pressefest 2007RedGlobe-Film:
Bilder vom 15. Pressefest der Wochenzeitung der DKP, UZ - Unsere Zeit, am 22.-24. Juni 2007 im Dortmunder Revierpark Wischlingen
Länge: 17:34

Video ansehen