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Die Zeitung der DKP für die Kolleginnen und Kollegen im ›Chempark‹ Bayer

Erscheint regelmäßig –
wirkt nachhaltig

Gericht stoppt CO-Pipeline des Bayer-Konzerns

Großer Erfolg – aber Wach­sam­keit ist weiter nötig

Ei­ne her­be Nie­der­la­ge muss­te der Bay­er-Kon­zern am 28. Au­gust 2014 vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter ein­ste­cken. Die Rich­ter be­zeich­ne­ten die Ge­neh­mi­gung der um­strit­te­nen Koh­len­mon­oxid-Pipe­line zwi­schen Dor­ma­gen und Kre­feld als ver­fas­sungs­wid­rig. Nun geht der Fall nach Karls­ru­he zum Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt.

Demonstranten mit Transparenten und Plakaten

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CO-Pipeline Protest vor Prozessbeginn

Mahn­wa­che an der Schie­ber­sta­ti­on

Protestler zu Fuß mit Schildern und einem Pferd mit Transparent: »No CO!«.

27.08.2014 | Mahn­wa­che an der Schie­ber­sta­ti­on der hoch­gif­ti­gen CO-Pipe­line des Bay­er-Kon­zerns in Hil­den ei­nen Tag vor der Pro­zess­er­öff­nung beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt (OVG) in Müns­ter. Al­le Pipe­line-Geg­ner sind sich ei­nig und er­war­ten vom Ge­richt, dass das Gift­rohr, das die Bay­er-Wer­ke in Dor­ma­gen und Kre­feld verbinden soll, end­gül­tig still­ge­legt wird.

Text und Foto: Uwe Koopmann


 

Bayer: 100 Jahre Giftgas-Tradition

Die in Sy­ri­en ge­la­ger­ten Gift­ga­se, dar­un­ter Sa­rin, Senf­gas und VX, wur­den grö­ß­ten­teils in den La­bo­ren der Bay­er AG ent­wi­ckelt. An­läss­lich der ak­tu­el­len Dis­kus­si­on um Lie­fe­run­gen an das sy­ri­sche Re­gime do­ku­men­tie­ren wir ein Dos­sier über die 100-jäh­ri­ge Gift­gas-Ge­schich­te des Kon­zerns. Die Co­or­di­na­ti­on ge­gen BAY­ER-Ge­fah­ren for­dert, al­le Ex­por­teu­re von che­mie­waf­fen­fä­hi­gen Stof­fen of­fen zu le­gen.

Senfgas, Sarin, Agent Orange:

100 Jahre Giftgas-Tradition bei Bayer

Schmelzendes Bayerkreuz.

­Senf­gas und Phos­gen:

Kurz nach Be­ginn des 1. Welt­kriegs wur­de auf Vor­schlag des Kriegs­mi­nis­te­ri­ums ei­ne Kom­mis­si­on ins Le­ben ge­ru­fen, die sich mit der Nut­zung gif­ti­ger Ab­fall­stof­fe der Che­mie-In­dus­trie be­schäf­tig­te. Die­se un­ter­stand dem Bay­er-Ge­ne­ral­di­rek­tor Carl Duis­berg, Fritz Ha­ber vom Kai­ser-Wil­helm-In­sti­tut so­wie dem Che­mi­ker Wal­ter Nernst. Die Kom­mis­si­on emp­fahl der Hee­res­lei­tung zu­nächst die Nut­zung von Chlor­gas, wo­bei wis­sent­lich ge­gen die Haa­ger Land­kriegs­ord­nung ver­sto­ßen wur­de, die den mi­li­tä­ri­schen Ein­satz von Gift­gas seit 1907 ver­bie­tet.

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Le­ver­ku­se­ner Giftmüll-Deponie

Neue Rheinbrücke in Leverkusen:

Boh­rungs­ar­bei­ten in Gift­mül­l‑­De­po­nie

Der Rhein, im Hintergrund Autobahnbrücke, Giftmüll-Deponie und Müllverbrennung.

In der Le­ver­ku­se­ner Dhünnaue begannen Son­die­rungs­ar­bei­ten für den Bau ei­ner neu­en Au­to­bahn­brü­cke. Hier­für wer­den 17 Boh­run­gen bis in ei­ne Tie­fe von 40 Me­tern durch­ge­führt. Bis zum Som­mer sind et­wa 300 Boh­run­gen not­wen­dig.

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CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen

»Gut­ach­ten ist letz­ter Sarg­na­gel für un­se­li­ges Projekt«

Kreuze als Protest gegen CO-Leitung.

Das Gut­ach­ten des Bie­le­fel­der In­sti­tuts für Um­welt­ana­ly­se, das NRW-Um­welt­mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel in Auf­trag ge­ge­ben hat, kommt zu dem Er­geb­nis, dass der Bau der um­strit­te­nen CO-Pipe­line kei­nes­falls not­wen­dig war. Nach Aus­sa­ge der Gut­ach­ter gibt es meh­re­re Mög­lich­kei­ten, das gif­ti­ge Gas de­zen­tral zu pro­du­zie­ren. Dies sei wirt­schaft­lich so­gar güns­ti­ger. Das Ent­eig­nungs­ge­setz von 2006 hin­ge­gen war in der An­nah­me ver­ab­schie­det wor­den, dass es kei­ne Al­ter­na­ti­ve zu der Rohr­lei­tung ge­be und dass die­se zu deut­li­chen Ein­spa­run­gen füh­re.

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CO-Leitung zwischen den Bayer-Werken Dormagen und Krefeld

Interview mit Dipl. Ing. Bernhard Wening

(Sachverständiger für Gasanlagen)

Zahlreiche Menschen protestieren gegen die CO-Leitung.

Sehr ge­ehr­ter Herr We­ning, noch im­mer ist das Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren für die CO-Pipe­line zwi­schen den Bay­er-Wer­ken Dor­ma­gen und Kre­feld nicht ab­ge­schlos­sen. Was hal­ten Sie prin­zi­pi­ell von der Idee, Koh­len­mon­oxid per Rohr­lei­tung zu trans­por­tie­ren?

Prin­zi­pi­ell ste­he ich die­ser Idee sehr kri­tisch ge­gen­über. Es ist tech­nisch si­cher­lich mög­lich. Soll dies aber auf ei­nem Si­cher­heits­ni­veau ge­sche­hen, wel­ches den mög­li­chen Ri­si­ken ge­recht wird, wird der tech­ni­sche und ad­mi­nis­tra­ti­ve Auf­wand sehr hoch wer­den. Ma­ß­geb­li­che Grund­la­ge die­ser Ein­schät­zung sind die phy­si­ka­li­schen und to­xi­ko­lo­gi­schen Ei­gen­schaf­ten von Koh­len­mon­oxid – im Un­ter­schied zum Erd­gas­trans­port, wo wir seit vie­len Jahr­zehn­ten welt­wei­te Er­fah­run­gen ha­ben, auch im Um­gang und der Be­geg­nung mög­li­cher Ri­si­ken.

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Umweltverbände fordern: »Monsanto und Bayer müssen für PCB-Kontaminationen haften!«

Röhrenförmiger Kondensator mit Anschlussdrähten.

Monsanto und Bayer größte Produzenten

PCB-Konta­mina­tionen: »Hersteller müssen haften!«

Welt­weit wur­den rund 1,3 Mil­lio­nen Ton­nen Po­ly­chlo­rier­te Bi­phe­nyle (PCB) pro­du­ziert. Gro­ße Men­gen ka­men in Elek­tro­ge­rä­ten, Fu­gen­dich­tun­gen, Far­ben und Bo­den­be­lä­gen zum Ein­satz. Die Ent­sor­gung dau­ert Jahr­zehn­te und kos­tet Mil­li­ar­den. Um­welt­ver­bän­de for­dern, die Her­stel­ler an den Kos­ten zu be­tei­li­gen.

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Dicke Luft wegen Bayers Leitungs­system

Anzeige gegen Konzern und die Kölner Bezirks­regierung

Protest-Demo, Transparent: »Düsseldorfer Bürgerinitiative gegen die Bayer-Giftgas-Pipeline«.

Gott­fried Schweit­zer aus Le­ver­ku­sen hat bei der Staats­an­walt­schaft zwei Straf­an­zei­gen ge­gen den Welt­kon­zern Bay­er und die Be­zirks­re­gie­rung Köln ge­stellt. Die Be­hör­de hat­te die Ge­neh­mi­gung er­teilt, dass hoch­gif­ti­ges Koh­len­mon­oxid (CO) durch ei­ne al­te Pipe­line zwi­schen Dor­ma­gen und Le­ver­ku­sen ge­lei­tet wer­den darf. Die An­zei­ge hat Wel­len ge­schla­gen, denn der Vor­wurf lau­tet. »wis­sent­lich das Le­ben Zehn­tau­sen­der Men­schen ge­fähr­det zu ha­ben«, so Schweit­zer im Le­ver­ku­se­ner An­zei­ger.

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