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Sprecherrat der DKP Köln: Christine Christofsky, Raimund Conrad, Dirk Stehling, Peter Trinogga | Am Stadtpark 68, 51373 Leverkusen (Volkshaus)  DKP Köln 

 

Ford-Vertrauensleute: «Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!»


Transparent von Ford-Beschäftigten am 1. Mai 2025 in Köln. Foto: DKP Köln

Wir dokumentieren die Erklärung der Vollversammlung der Ford-Vertrauensleute der IG Metall bei den Ford-Werken in Köln am 24. Januar 2026:

„Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!“

Der IG Metall Vertrauenskörper der Ford-Werke in Köln schaut mit großer Sorge auf die weltweite Aufrüstung und zunehmenden Kriege. In Deutschland werden bereits erste Werke zur Umstellung auf Rüstungsproduktion gesucht. Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie ausnutzen. Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor. Wenn die Regierung einen „Notstand“ ausruft, wird das Streikrecht beschnitten, gibt es Arbeitsverpflichtung und Anordnungen zu extremer Arbeitszeitausdehnung. Im „Kriegsfall“ kommt laut „Arbeitssicherstellungsgesetz“ (ASG) eine Zwangsverpflichtung unter Androhung von Gefängnis für sogenannte Spezialisten aller Berufsgruppen hinzu. In den Schützengräben der Welt sterben Menschen wie du und ich nicht für höhere Werte, sondern für die Interessen großer Kapitaleigner. Die Rüstungsindustrie jubelt über explodierende Gewinne. Die Wiederaktivierung der Wehrpflicht ist in Vorbereitung, um künftig auch unsere Kinder in Kriege zu schicken.

Diese Entwicklung machen wir nicht mit!

Aufrüstung und Kriegswirtschaft sind gegen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen und unserer Familien und widersprechen unseren gewerkschaftlichen Zielen. Unterstreichen wir unsere Losung „Kampf um jeden Arbeitsplatz!“ und setzen wir uns aktiv für unser Ziel „Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“ ein (Satzung unter §2 „Aufgaben und Ziele der IG Metall“).

Und wir rufen den IG Metall Vorstand und alle Mitglieder auf: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!“

Der Markt richtet es nicht!

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

Vertrauensleute Ford: Nein zur Kriegswirtschaft! 

Die Februar-Ausgabe vun «De Rude Pooz»

Der Markt richtet es nicht
Die Mieten stiegen im Jahresvergleich mehr als doppelt so schnell wie die allgemeine Inflation.
In Köln liegt der Preis pro Quadratmeter bei 15,71 Euro, das ist eine Steigerung von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; im Vergleich zu 2015 beträgt die Steigerung rund 50 Prozent.

Apokalyptische Narren in Blut und Öl
Venezuela: Die «regelbasierte Ordnung» bricht mal wieder internationales Recht – und die Europäer, die nichts zu sagen haben, reden wohl wollend, aber «MAKE AMERICA GREAT AGAIN» ist ihnen zu «komplex».
Der große Zampano hat den «großen Ölkonzernen» der USA den Zugang zu Venezuelas Öl freigebombt – doch die lehnen mit Undank und neuen Forderungen ab.

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Was folgt auf die Entführung von Maduro?


Hände weg von Venezuela. Foto: DKP Köln

Das Ereignis

Unmittelbar nach der Entführungsaktion in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar teilten US-Präsident Trump und sein Generalstabschef Caine der Presse Einzelheiten und Zwecke des Angriffs auf Venezuela mit. Caine war sichtlich stolz auf die Aktion. Ohne die „unglaubliche Arbeit verschiedener Nachrichtendienste, darunter die CIA, die NSA und die NGA, hätten wir diese Mission nicht durchführen können“, erklärte er. Sie hätten Monate damit verbracht, „Maduro zu finden und herauszufinden, wie er sich bewegte, wo er lebte, wohin er reiste, was er aß, was er trug und welche Haustiere er hatte.“Die Operation begann kurz nach Mitternacht Ortszeit mit Bombenabwürfen auf Wohngebiete und militärische Einrichtungen in Caracas und Umgebung. Mehr als 150 Flugzeuge – Bomber, Kampfflugzeuge, Überwachungsflugzeuge und Hubschrauber, bemannt und unbemannt – seien von 20 verschiedenen Punkten an Land und auf See aufgebrochen, um gleichzeitig in Venezuela angreifen zu können.

Die Luftschläge galten den venezolanischen Luftabwehr- und Kommunikationssystemen. Das Land verfügt über russische S-300-Luftverteidigungssysteme. Deren Ausschaltung und Zerstörung hatte das US-Militär zuvor wochenlang trainiert. Explosionen auf dem Flugplatz La Carlota und dem Militärkomplex Fuerte Tiuna im Raum Caracas rissen die Leute aus dem Schlaf. Weiträumig war der Stromversorgung unterbrochen. Laut General Caine konnte der Überraschungseffekt genutzt werden, um die Interventionstruppe in die Innenstadt von Caracas zu bringen. Die Hubschrauberstaffel erreichte Maduros Anwesen um 1:00 Uhr US-amerikanischer Ostküstenzeit bzw. 2:00 Uhr Ortszeit in Caracas. „Bei der Ankunft im Zielgebiet gerieten die Hubschrauber unter Beschuss und erwiderten diesen mit überlegener Feuerkraft und in Ausübung ihrer Selbstverteidigung“, berichtete General Caine. Dabei sei ein Helikopter getroffen worden, aber flugfähig geblieben.

Trump, der zuvor (laut New York Times) Sorge hatte, es könnte ihm wie weiland Jimmy Carter mit dem Iran gehen, durfte sich freuen.

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Bericht der Demonstration in Köln: Hände weg von Venezuela!


Foto: DKP Köln

Am 3. Januar griffen US-Militär und Geheimdienste Venezuela an. Sie entführten den venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro samt seiner Ehefrau, Cilia Flores, nach New York. Als Vorwand dient eine Anklage wegen Drogengeschäften, aber in Wahrheit geht es um Öl, über das Venezuela reichlich verfügt.

In Köln machte sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Empörung Luft. Im Aufruf des Bündnisses heißt es:

„Gestern Venezuela, morgen Kolumbien und übermorgen Grönland?! Da machen wir nicht mit! Wir fordern die Bundesregierung auf, sich klar gegen den völkerrechtswidrigen militärischen Angriff der USA auf Venezuela zu positionieren. Wir demonstrieren gegen den US-Imperialismus und gegen das Wegschauen der Bundesregierung angesichts eklatanter Verstöße gegen das UN-Gewaltverbot.“

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Kulturabend der Gruppe Innenstadt: Rockoper KOSLOWSKY – 60 Jahre FLOH DE COLOGNE

Kulturabend der DKP Köln-Innenstadt im Januar 2026

Montag, 19. Januar 2026, 19.30 Uhr

Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln

Fünf Studenten der Theaterwissenschaft an der Uni Köln gründeten im Januar 1966 das Kabarett FLOH DE COLOGNE. Ihr erstes Programm mit dem Titel „Vor Gebrauch Kopf schütteln“ hatte am 24. Januar 1966 Première. Es folgten weitere Programme wie „Trari trara, die Pest ist da“ oder „Zwingt Mensch raus“. Bald machte sich die Gruppe bundesweit einen Namen und wurde als junges, freches, linkes Kabarett gefeiert. Floh de Cologne prangerte die bürgerliche Scheinheiligkeit an, wetterte gegen alte und neue Nazis im politischen Establishment, bekämpfte sexuelle Zwänge und Abhängigkeiten und den Konsum- und Werbeterrorismus, stellte schließlich das Privateigentum in Frage.

Doch bald genügen den fünf Akteuren ihre Erfolge beim bürgerlichen Kabarettpublikum nicht mehr. Ihre politischen Vorstellungen entwickeln sich in Richtung Sozialismus, sie wollen aufklären und die Welt verändern. Sie verlassen die Kabarettbühnen und wenden sich einem jungen Publikum zu, indem sie ihre politischen Texte mit Rock- und Popmusik verbinden. So entstehen 1970 die Programme „Fließbandbabys Beatshow“ und die „Rockoper Profitgeier“, gefolgt von anderen Rocktheater-Produktionen, die oft außer Musik und Text auch Bilder und Filme verwenden, es werden Multi-Media-Spektakel.

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8. Januar: Kundgebung in Köln – USA raus aus Venezuela!

Nach den Angriffen der USA auf Venezuela und der Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro, wird es in Köln eine Solidaritätskundgebung mit der Bevölkerung Venezuelas geben. Wir rufen dazu auf, sich daran zu beteiligen.

Die DKP verurteilt die völkerrechtswidrige und kriminelle Aktion der USA, durch die sie sich die weltweit größten Erdölvorräte aneignen wollen und die sich auch unmittelbar gegen alle fortschrittlichen Regierungen der Region – insbesondere gegen das sozialistische Kuba – richtet.

Kundgebung: Völkerrechtswidrige Aggression stoppen – USA-Raus aus Venezuela!

Donnerstag, 8. Januar 2026
17:30 Uhr
Köln, Bahnhofsvorplatz

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27. Januar 2026: 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Gedenkveranstaltung in Köln


Einladungsflyer für die Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026.

Dienstag, 27. Januar 2026
18:00 Uhr
AntoniterCitykirche
Schildergasse, Köln

Mit anschließendem Mahngang zum Rautenstrauch-Joest-Museum.

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft

Wenn kritisches Denken mit Machtpolitik unterdrückt wird, wenn Studierende Gelerntes nicht mehr hinterfragen dürfen, werden Demokratie und Menschlichkeit Schaden nehmen. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre muss verteidigt werden und frei sein von politischer und finanzieller Einflussnahme. Deshalb wollen wir an diesem 27. Januar erinnern an die NS-Geschichte der 1919 neu gegründeten Kölner Universität.

Schon 1927 wurde der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) an der Uni Köln gegründet, er gewann ab 1929 an Einfluss. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Januar 1933 kam der Universität Köln bei der reichsweiten Gleichschaltung der Universitäten eine Vorreiterrolle zu. Bereits am 11. April 1933 wurde Prof. Dr. Ernst Leupold, Mediziner und NSDAP-Mitglied, zum Rektor gewählt, die wichtigsten universitären Posten mit NSDAP-Mitgliedern besetzt. Bei einer Konferenz aller Hochschulrektoren am 12. April 1933 konnte Kultusminister Rust ihnen die Selbstgleichschaltung der Kölner Universität als leuchtendes Beispiel vor Augen halten.

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Kommunalpolitik zwischen Kriegskrediten und KI-Blasen

Jahreshauptversammlung der Gruppe Innenstadt der DKP Köln

Transparent mit dem Schriftzügen «Abrüsten statt Aufrüsten! Raus aus der NATO! Frieden mit Russland und China!».
Seit Jahren schon, so auch in 2025, hat dieses Transparent an Bedeutung immer nur gewonnen. Hier während der Demonstration «Nein zur Wehrpflicht!» am 6. Dezember auf dem Hans-Böckler-Platz.
Quelle: DKP Köln

Die gegebenen Nachrichten-Aufreger, wie der Umstand, dass es einen neuen Friedensplan zur Ukraine geben soll, alarmierte die Bundesregierung. Sie will mitreden, um das Schlimmste zu verhindern.

Das Schlimmste für die Bundesregierug ist die Aussicht auf Frieden.

Statt dessen benötigt sie die Aussicht auf Krieg (Planungsdatum: 2029), um die Ängste vor Russland zu schüren und Aufrüstung und Kriegsertüchtigung fortzusetzen.

Erscheint das Kriegsziel nicht erreichbar, kommt es schon mal schnell zu wöchentlichen Kursstürzen von 12 % (Rheinmetall, 47.KW).

Angesichts dessen und historisch hoher Kursstände werden unter Anlegern zunehmend hitzigere Diskussionen geführt, über - mögliche Blasen!

Blasen dürfen aber nicht platzen, wie 2001 (Dotcom-Blase) oder 2008 (sub-prime-Weltfinanzkrise); also, das zu ergreifende Mittel der Wahl, sofortiger Erfolg garantiert, ist die Schaffung von sogenannten Sondervermögen (2008: Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin); 2022: «100 Mrd.» Sondervermögen Bundeswehr (SVermBw) und viele zu viele weitere). Mit ihnen schafft unsere Regierung zahlreiche Töpfe auf Kreditbasis, aus denen Ausgaben in drei- bis vierstelliger Milliardenhöhe abseits von parlamentarischer Kontrolle finanziert werden und Gewinne garantieren.

Sie schaffen Nachfrage - auf Pump! Der Überakkumulation soll begegnet werden, die schon seit Jahren das Krisengeschehen charakterisiert, denn es ist fiktives Kapital, das weltweit auf der verzweifelten Suche nach rentierlichen Anlagemöglichkeiten ist.

In den Sondervermögen soll es diese Anlagemöglichkeiten finden. Diese Finanzierung durch Kredite, zur Kriegertüchtigung bis 2029, führt aber zu weiterer Erhöhung der ohnehin schon zu hohen Staatsverschuldung.

Das ist selbst den Drahtziehern nicht ganz geheuer, «die Risiken für das deutsche Finanzsystem haben sich erhöht. Der Bericht registriert Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und zunehmende Staatsverschuldung.»

Die Unternehmer tragen das Risiko und die Arbeiter die Folgen.

Folgen für die Bevölkerung, die heutzutage in den Medien mit «mangelnder Konsumlaune» verspottet wird. Der Tatbestand selbst ist allerdings schon länger bekannt, «der letzte Grund aller wirklichen Krisen bleibt immer die Armut der Massen …» (Karl Marx) und geht über den Konsumsektor weit hinaus.

Damit sind die grundlegenden Zusammenhänge skizziert, mit dem alle demokratischen Kräfte letztlich bis in die Kommunalpolitik hinein sich auseinander zu setzen haben.
Steigende Mieten bei schrumpfendem (bezahlbaren) Wohnungsangebot. Überschuldung und wachsende Zahl an Verbraucherinsolvenzen. Sanierungsbedürftige Infrastruktur (sogar Schulen!). Steigende Gesundheitskosten bei schrumpfender Ärzte- und Krankenhausversorgung. Unvollständige Liste …

Aber ein weiterer Zusammenhang erst rundet das Bild ab: Die Kommunalwahlen brachten in Köln einen im Vergleich mit NRW relativen Erfolg für die Linke!

Wie soll eine kleine Wohngebietsgruppe mit alldem umgehen?
Umsetzung eines Arbeitsplans!
Dessen zentrales Erfordernis ist die Durchführung der monatlichen Gruppen- und Kulturabende. Mindestens einmal im Monat trifft sich der Gruppenvorstand, um diese vorzubereiten. Zu den Aufgaben des Gruppenvorstands zählen unter anderem auch die Planung weiterer Veranstaltungen und die Herausgabe der Gruppenzeitung.
Mit durchschnittlich 15 Genossinnen und Genossen sowie Interessierten wurden die Gruppenabende in etwa so gut besucht wie in den letzten Jahren.

Welche vielfältigen Aktivitäten verfolgt wurden, erschließt sich durch Stöbern im Bericht …
Einem Inhaltsverzeichnis gleich können die Themen aufgerufen werden.


Der Rechenschaftsbericht der WG Innenstadt der DKP Köln für 2025.