Köln

 

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Sprecherrat der DKP Köln: Christine Christofsky, Raimund Conrad, Dirk Stehling, Peter Trinogga | Am Stadtpark 68, 51373 Leverkusen (Volkshaus)  DKP Köln 

 

Nein zur Wehrpflicht!

Nein zu Aufrüstung und Kriegspropaganda!

Transparent mit den Worten «Ein Koch lernt kochen, ein Schlosser schrauben, ein Soldat töten! Ohne mich! Lieber einen zivilen Arbeitsplatz!».
Quelle: Uwe Hiksch, 22.06.18: Keine Bundeswehr auf der YOU!
Wikimedia Commons, CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.0-de

Schulstreiks an mehr als 127 Orten!
Geplant ist die Musterung ab Jahrgang 2008. Auch Frauen werden Post vom Bund erhalten. Das Angebot von 2.600 Euro im Monat dürfte allenfalls für arbeitslose Jugendliche verlockend sein. Falls es an Freiwilligen mangelt, droht eine «Bedarfswehrpflicht»: «Zudem wird der Bundesregierung die Möglichkeit eingeräumt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Deutschen Bundestages die verpflichtende Heranziehung von Wehrpflichtigen zu veranlassen, wenn die verteidigungspolitische Lage dies erfordert und attraktivitätssteigernde Maßnahmen zur Erhöhung freiwilliger Bewerbungen nicht rechtzeitig wirksam werden.»

Aber Krieg, Kriegsdienst samt Bundeswehr-Drill sind den Jugendlichen verhasst. Sie haben andere Pläne.

Die Begründung des Wehrdienst-Moderni-sierungsgesetzes vom 5. Dezember lautet: Die «massive Verschärfung der Bedrohungslage in Europa» durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine. In Wahrheit wurden Russen schon zuvor als Feind markiert, z.B. im Weißbuch der Bundeswehr von 2016.

Außenminister Johann Wadephul äußerte, kaum im Amt, Russland werde «immer ein Feind» sein. Verteidigungsminister Pistorius droht, nur Abschreckung könne den Krieg abwenden. Diplomatie bleibt der Bundesregierung fremd. Kürzlich alarmierte sie der 28-Punkte-Plan. Da wollte sie mitreden, um das Schlimmste zu verhindern. Das Schlimmste ist für sie der Frieden. Denn sie benötigt den Ukraine-Krieg, um Ängste vor Russland zu schüren und Billionenschulden für die Aufrüstung zu rechtfertigen. Aber bei Bildung, Gesundheit und Wohnungsbau wird rücksichtslos gekürzt. Die Armut wächst. Rüstungsaktionäre werden reich.
Wir erinnern uns, dass in den letzten Jahren so gut wie alle Abrüstungsabkommen von den USA aufgekündigt worden sind. Vom ABM-Vertrag zur Begrenzung von antiballistischen Raketenabwehrsystemen traten die USA einseitig am 13. Juni 2002 zurück. Aus den INF-Verträgen stiegen die USA am 1. Februar 2019 aus. Da ging es um die Nuklearraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 km.

Unterdessen erklärten Bundeskanzler Scholz und der damalige US-Präsident Biden am 10. Juli 2024, dass bis 2026 hierzulande US-Mittelstreckenwaffen unter US-Kommando stationiert werden.
In Büchel lagern US-amerikanische Atomwaffen. Die werden gegenwärtig abgezogen und gegen modernere ausgetauscht. Die Kriegsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Bundeswehr «konventionell zur stärksten Armee Europas» werden. Die NATO soll in die Lage versetzt werden, in Europa den großen Krieg zu führen. Es werden schon die Opferzahlen kalkuliert.
Die Bundeswehr rechnet mit 300 toten Soldaten pro Tag und mit 1.000 Verletzten, die täglich von der Front zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden müssten.

Ein Blick auf die Militärausgaben reicht, um die Frage zu beantworten, wer Grund hat, sich von wem bedroht zu fühlen:
So lagen die Militärausgaben der EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2024 insgesamt bei 343,2 Milliarden Euro. Die Rüstungsausgaben der NATO beliefen sich 2024 auf rund 1,6 Billionen Euro.
Russland gab demgegenüber im militärischen Bereich 127,9 Milliarden Euro aus.
Das Verhältnis der Militärausgaben von EU und Russland lag somit bei 2,7 zu 1, das der NATO und Russland sogar bei 12,5 zu 1.


Aufruf-Flugblatt zur Demo «Nein zur Wehrpflicht!» der WG Innenstadt der DKP Köln.


 

Nein zur Wehrpflicht! (weitere Fotos)

«Nein zur Wehrpflicht!»

Zweierlei Solidarität

Auf Papkarton gemalter Vater hält zwei blutige Tüten, dazu den Text «Niemals werden wir den Vater vergessen, der die zerstückelten Leichen seiner Kinder in den Tüten trug!»

Die Wolkenburg ist laut Eigenwerbung eine der Premium-Eventlocations in Köln. Da «werden Hochzeiten nicht veranstaltet, Geburtstage nicht begangen und Tagungen nicht gehalten. Hier wird jeder Anlass zelebriert.»

Am 22. November war es eine Benefizgala, zelebriert von Women’s International Zionist Organization (WIZO). Motto «One Night for Children». Schirmherr dieser Charity-Veranstaltung war NRW-Innenminister Herbert Reul. 300 Gäste waren zum WIZO-Ball geladen, unter ihnen Oberbürgermeister Torsten Burmester und seine Vorgängerin Henriette Reker. Die Sammlung erbrachte stolze 200.000 Euro. Sie sollen für die Therapie traumatisierter Kinder und Jugendlicher verwendet werden. Israelischer Kinder.

Es ist zu begrüßen, wenn für traumatisierte Kinder in Israel Geld gesammelt wird. Störungen hat es offenbar nicht gegeben. Man war unter sich. Niemand verdarb den Gästen die Laune durch Fragen nach dem laut Amnesty andauernden Genozid in Gaza oder der ethnischen Säuberung der Westbank durch Siedler und IDF.

Niemand erinnerte die Gäste daran, dass Israel wiederholt die Einfuhr humanitärer Hilfslieferungen in den Gazastreifen blockiert. Schon am 22. August 2025 waren dort laut UNO eine halbe Million Menschen von einer Hungersnot betroffen. Gegenwärtig spricht die UNO von 9.300 Kindern unter fünf Jahren in Gaza, die unter schwerer akuter Unterernährung leiden.

Auf dem Ball betonte OB Burmester das Recht von Kindern, unbeschwert und fröhlich aufzuwachsen. Aber warum weigert sich Köln, bereits traumatisierte und schwer verletzte Kinder aus Gaza zur medizinischen Behandlung aufzunehmen?

Die Bundesregierung liefert just die Waffen nach Israel, die die Zerstörungen in der Westbank und in Gaza anrichten. Wie überhaupt sich unsere Staatsräson in Kriegsvorbereitungen durch Aufrüstung und Wehrpflicht fügt.

Aber zusammen mit dem Kölner Friedensforum wollen wir

alles dafür tun, dass die Kriege in der Ukraine, in Gaza, der Westbank, im Sudan und weltweit endlich beendet werden, alles tun für die unteilbare und unbedingte Verwirklichung der Menschenrechte, für Deeskalation, Entspannung und gemeinsame Sicherheit, für die universelle Geltung des Völkerrechts, für einen positiven Frieden als soziale, zivile und international solidarische Entwicklung.

 

Wir rufen auf zur Demonstration

«Nein zur Wehrpflicht»

Samstag, 6. Dezember, 14 Uhr ab Hans-Böckler-Platz



«Nein zur Wehrpflicht»


 

Diskreter Erfolg für die Linke!

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

 

 

 

Kommunalwahlen 2025

Die Dezember-Ausgabe vun «De Rude Pooz»

• Wahleinschätzung der Kommunalwahl 2025
Obwohl die Medien die Wahlkampfthemen in Gesamt-NRW auf Migration und Kriegstüchtigkeit reduzierten, wählten die Kölner anders.
Dennoch, der Wahlverlierer erste Amtshandlung war es, den Haushalt zu sperren - sie entdeckten weitere Haushaltslücken. Vor der Wahl, wie nach der Wahl, kein Wort vom Aufrüstungskurs, welcher Überschuldung, kommunale Armut und Sozialabbau verewigt.

• Mangelnde Konsumlaune
hat nichts mit den Launen der Konsumenten zu tun. 37 % in fünf Jahren Preissteigerung bei Lebensmitteln, Mietpreissteigerungen (Neuverträge) in 15 Jahen von über 160 % verderben dennoch jede Laune, zumal die Folgen bei immer mehr Menschen auf Überschuldung und Insolvenz hinauslaufen.

• Wiedereinführung der Wehrpflicht - Kein Grund zu Sorge?
Teuerste Werbekampagnen der Bundeswehr, unter anderem an Schulen, und doch nicht die gewünschten Zuwachszahlen. Eine Bedarfswehrpflicht soll Sicherheit bringen, muß allerdings vom Verteidigungsminister Pistorius verharmlost werden. Die Verharmlosung geschieht zeitgleich mit der Aufstachelung der Bevölkerung zum Krieg gegen Russland. Sie betreiben das Geschäft mit der Angst aus Angst um ihre Geschäfte. Noch sind diese metastasierend und saftig. Umso saftiger sie ausfallen, um so mehr Abschreckung fordern sie.
Ihre Feindbilder schmieren sie nach ihrem eigenen Bilde.

• Dialog statt Konfrontation Die Nexperia-Lektion
Da wird eine Firma enteignet - und nicht nur wir sind dagegen! Diese Enteignung, ein Schnellschuß wie im wilden Westen, wurde auch schnell wieder - aus dem Fernen Osten - rückgängig gemacht.
Kollateralschäden? Die Wirtschaft auf Kosten imaginierter Feinde entwickeln - Scheitern garantiert.

• NRW-Minister Nathanael Liminski: Entlassung unabdigbar!
Mitten im Massenmord in El-Faschir im Sudan, reist der NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei am 2. November in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).
Dort geht es ihm nach eigenen Angaben unter anderem um «den engen Austausch … zu hochmodernen Verteidigungssystemen».
Dabei zählen die Vereinigten Arabischen Emirate zu den Hauptgeldgebern der Miliz RSF, die für den Massenmord in El-Faschir verantwortlich sind!
Liminski äußerte sich …

wir freuen uns über Rückmeldungen, Kritik und Anregungen.
per Email an vorstand@dkp-koeln.de


Stadtteil-Zeitung der DKP Köln-Innenstadt zu den Kommunalwahlen 2025


 

NRW-Mininster Nathanael Liminski: Entlassung unabdingbar!

Kundgebung «Stop the Genocide in Sudan» am Kölner HBF

Kundgebung «Stop the Genocide in Sudan» am Kölner HBF
Quelle: DKP Köln

Mitten im Massenmord in El-Faschir im Sudan, reist der NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei am 02. November in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Dort geht es ihm nach eigenen Angaben unter anderem um «den engen Austausch … zu hochmodernen Verteidigungssystemen».

Dabei zählen die Vereinigten Arabischen Emirate zu den Hauptgeldgebern der Miliz RSF, die für den Massenmord in El-Faschir verantwortlich sind!


Liminski äußerte sich so: er zählt die VAE zu den «konstruktiven Kräften» in der Region.

Massenmord, Folter, Vergewaltigungen sind konstruktiv? Wir fordern: Keine gemeinsame Sache mit den genozidalen Schreibtischtätern von der VAE!

 

Die Reise von Liminski erfolgte vor dem Hintergrund der Überproduktionskrise. Aufgrund der damit verbundenen verzweifelten Suche nach rentierlichen Kapitalanlagen hat sich nicht nur im Bereich von KI, sondern auch bezogen auf Rüstungsaktien eine Blase entwickelt. Der Kurs der Rheinmetall-Aktie ist von 2009 Euro (Stand Oktober) auf gegenwärtig 1700 Euro abgesackt.

Der Preis für die Unze Gold dagegen, ebenfalls ein Krisenindiz, liegt am 13. November bei 4.235,56 US-Dollar (Dezember 2015: 1.250 US-Dollar).

Die Emirate gehören schon heute zu den wichtigsten Käufern deutscher Rüstungsgüter. Allein im letzten Jahr wurde Kriegsgerät von über 150 Mio € von der BRD geliefert. Waffen der vielfältigsten Art werden dann von den VAE an die Miliz RSF geliefert, die diese wiederum mit dem Verkauf von Gold aus den von ihnen kontrollierten Goldminen bezahlen und damit den Reichtum Abu Dhabis mehren.

 

Wichtig zu wissen: es gibt keinen nennenswerten internationalen Druck auf die Emirate wie auch auf die Miliz RSF – weil die Emirate Verbündete Israels sind und für den «Frieden» in Gaza eingebunden werden sollen. Ein «Frieden» in Gaza, bei dem weiterhin täglich Palästinenser*innen vom israelischen Militär ermordet werden und der das völkerrechtlich verbriefte Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser verachtet.

 

Liminski ist nicht mehr zu halten, seine Entlassung als Minister unabdingbar! Artikel 26 des Grundgesetzes schreibt vor: (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

Schluss mit der Komplizenschaft mit genozidalen Mördern durch das Land NRW!


NRW-Mininster Nathanael Liminski: Entlassung unabdingbar!


 

Einschätzung der Kölner Kommunalwahl vom September 2025


DKP-Wahlplakat während der Europawahlen 2024. Foto: DKP Köln

Anlässlich der konstituierenden Sitzung des Stadtrats am kommenden Donnerstag (6. November 2025) spekuliert die Kölnische Rundschau (KR) vom vergangenen Samstag (25. Oktober) über mögliche Koalitionen.
Tatsächlich ist die Lage für die herrschenden Parteien prekär. Im Verhältnis zur Wahl 2020 haben Linke, nämlich Linkspartei und BSW, zusammen 6 Sitze gewonnen, die auf der bürgerlichen Seite verloren gegangen sind. Die CDU verliert einen Sitz, ebenso wie die SPD, Grüne vier, die Gruppen Klima und Gut drei, die FDP zwei (sie bildet jetzt zusammen mit der Kölner Stadtgesellschaft eine Fraktionsgemeinschaft, um wieder Fraktionsstatus zu genießen). Dieses Debakel kann die AfD mit einem Gewinn von vier Sitzen nutzen, aber unterm Strich bleibt für die bürgerliche Seite ein Verlust-Volumen von sechs Sitzen, wenn man die Gruppe Volt nicht unberücksichtigt lässt.

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Demo «Frieden schaffen – Aufrüstung stoppen!» - 11 Stunden im Kölner Polizeikessel

Die neuen Leiden des alten Peter F.

Am 30.08.25 die Demo «Frieden schaffen – Aufrüstung stoppen!» durch Polizeikessel gestört.
Foto: DKP Köln

Einige unserer Genossen in Köln sind am 30. August in den
Polizeikessel geraten, wurden mißhandelt und über 11 Stunden lang
festgehalten, am Ende mit Anzeigen bedroht.


R. und Peter F. waren darunter. Peter ist 76 Jahre alt. Er hatte sich
mit seinen Nachbarn untergehakt und bekam von einem Polizisten einen
Faustschlag mitten ins Gesicht und wurde auch noch weiter körperlich
traktiert.


Hier seine Erfahrungen.


Die neuen Leiden des alten Peter F.


 

30.08.25 Demo Frieden schaffen – Aufrüstung stoppen! (weitere Fotos)

Kulturabend und Mitgliederversammlung der Gruppe Köln-Innenstadt im September

Die DKP Gruppe Köln-Innenstadt lädt ein

Montag, 15. September 2025, 19.30 Uhr - Dokumentarfilm "The revolution will not be televised"
Halle am Kartäuserwall 18 (Hinterhof)

Montag, 22. September 2025, 19.30 Uhr  - Diskussionsabend der Gruppe Innenstadt mit Werner Eggert zum Thema: "Was tun gegen die Wohnungsnot in Köln?!"
Halle am Kartäuserwall 18 (Hinterhof)

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Referat zur wachsenden Kriegsgefahr und zum Friedenskampf

Der drohende Atomkrieg


Das Foto zeigt das zerstörte Hiroshima mit einer Notiz des „Enola-Gray“-Bomberpiloten Paul Tibbet. Foto: public domain

Hiroshima und Nagasaki

300.000 Japanerinnen und Japaner, die zivile Bevölkerung zweier Großstädte, wurden im August 1945 gnadenlos durch Atombomben umgebracht, um der UdSSR, dem Land, das die größten Opfer bei der Niederringung des faschistischen Deutschland gebracht hatte, die militärische Überlegenheit der USA zu demonstrieren. US-Präsident Truman drückte es so aus:

„Wenn die so explodiert, wie ich mir das vorstelle, habe ich mit Sicherheit einen Hammer gegen diese Jungs.“

Eindämmung

Im Juni 1945 ist die UNO gegründet worden (Artikel 1 der Charta, Hauptaufgaben der UNO: die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit). Im Oktober sind ihr Großbritannien und die USA beigetreten. Aber gemäß einem Spruch, der Churchill nachgesagt wird („wir haben das falsche Schwein geschlachtet“), lag schon im Dezember 1945 ein Kriegsplan gegen die UdSSR parat, die „Operation Totality“ (JIC 329/1). Dieser Plan sah für den Fall eines sowjetischen Angriffs den Abwurf von 30 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vor, unter anderem auf Moskau und Leningrad. Drei Jahre später hatte der Plan noch an Umfang gewonnen. Nun sah er vor, 133 Atombomben auf sowjetische Städte zu werfen.
Angesichts dessen beschleunigte die Sowjetunion ihrerseits ihr Atomprogramm. Am 29. August 1949 war es soweit. Bis dahin war die USA zwar militärisch überlegen. Aber ein Krieg gegen die Sowjetunion, der Verbündeten in der Anti-Hitler-Koalition, war zuvor politisch undenkbar gewesen. Denn die Welt hatte den Krieg satt, freute sich am Sieg über den Faschismus und achtete die Rote Armee als diejenige, die die Hauptlast des Krieges getragen hatte.
Aber die ideologischen Apparate arbeiteten wirksam daran, antifaschistische Masseneinstellungen in antikommunistische umzukehren. Stichwort McCarthy.
US-Präsident Truman verkündete am 12. März 1947 im Kongress die Eindämmungs­po­li­tik („Containment policy“) gegen die Sowjetunion. Der Kampfbegriff Eindämmungspolitik unterstellt eine Flut oder sonst einen massenhaften Drang, der eingedämmt werden müsse. Von der Sowjetunion ging sicher keine Kriegsgefahr aus. Ein Export der Revolution widersprach der leninistischen Außenpolitik. Ohnehin war die UdSSR mit Wiederaufbau ausgelastet - anders als die USA. Deren Fabriken waren unbeschädigt, die enormen Kriegsgewinne verlangten nach profitablen Anlagemöglichkeiten. Aufrüstung, Marshallplan und Wiederaufbau boten davon reichlich.

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