Zum Beschluss der 6. PV-Tagung

Beschluss
Der Kreisvorstand der DKP Köln lehnt den Beschluss der 6. PV-Tagung am 19./20. November 2016 zur Parteiauseinandersetzung ab.
Höchst widersprüchliche Entwicklungen der Produktivkräfte, aktuelle ökonomische und politische Gegensätze, Überproduktionskrise, wachsender Kapitalüberschuss, Kriege, Fluchtbewegungen, Arbeitslosigkeit, soziale Zerklüftung, Beschleunigung der Umverteilung von Arm zu Reich, eine sich überstürzende Rechtsentwicklung – alle diese objektiven Faktoren der gegenwärtigen Entwicklung des Imperialismus drängen auf grundsätzliche gesellschaftliche Alternativen, auf eine umfassende Beteiligung der lohnabhängigen Menschen an weitreichenden wirtschaftlichen Planungen auf der Grundlage gesellschaftlichen Eigentums an den wesentlichen Produktionsmitteln – auf Sozialismus, Demokratie und Frieden. Der Umsturz ist überfällig, der der herrschenden Klasse Eigentum und Macht entwindet. Dazu aber muss die Mehrheit der Lohabhängigen bereit sein. Das ist sie nicht. Es handelt sich dabei weniger um Willensschwäche als um eine Schwäche der Organisiertheit und der Unsicherheit bezüglich des Ziels nach Aufstieg und Fall des realen Sozialismus. Die Kommunisten haben eine historische Niederlage erlitten und große Hoffnungen enttäuscht. Nur Schritt für Schritt wird die Arbeiterklasse aus der Defensive herauskommen und die kommunistische Partei an Autorität gewinnen. Umso wichtiger erscheint uns eine strategische Orientierung, die die ideologischen und politischen Gegenkräfte in dieser gärenden Gesellschaft, wie verzagt, unklar, begrenzt ihr Protest auch sein mag, zu dieser zunächst fälligen Abwehr ermutigt. Kurz: die gegenwärtige Situation bestätigt die Richtigkeit des Programms der DKP von 2006 und seiner strategischen Orientierung. Wir müssen darauf beharren.

