Zum Ergebnis der Oberbürgermeister-Wahlen in Köln.
Henriette Reker – Oberbürgermeisterin
Gesiegt hat Henriette Reker, parteilos, bisher Sozialdezernentin. Sie wird Oberbürgermeisterin von Köln mit 52,7 % der Wählerstimmen bei einer Wahlbeteiligung von 40,28 %. CDU, FDP, Grüne, Freie Wähler, Deine Freunde unterstützten sie. Das Kölner Bürgertum hatte sich auf eine Kandidatin geeinigt, deren Politik als Exekution bloßen Sachzwangs erscheinen soll. Ihren Sieg indes kann Henriette Reker noch nicht feiern, weil sie nach dem faschistischen Mordanschlag am Vortage der Wahl und der folgenden Operation auf der Intensivstation liegt.
Der Sozialdemokrat Jochen Ott erlangte 32 %. Der überraschend hohe Prozentsatz für den Kriminalbiologen Mark Benecke (7 %) ist nicht so sehr auf das Programm seiner Spaßpartei zurückzuführen, als auf Nonsens-Qualitäten (»Straßenreinigung nur mit 4711«), die zu den Plakatlosungen von Ott (»Mehr Effizienz. Mehr Mut«) und Reker (»Sozial. Führungsstark. Parteilos. Kölnerin.«) knapp Anschluss halten konnten. Rottmann von der AfD errang 4 %.
Reker hat in Wahrheit gerade mal 21% der Wahlberechtigen überzeugen können. Das Wahlergebnis bildet nur verzerrt die unterschiedlichen sozialen Interessen der Kölnerinnen und Kölner ab. Denn offenbar glaubt die Mehrheit der Wähler nicht mehr, durch Kreuzemalen etwas zu ihren Gunsten entscheiden zu können. Zumal Ott und Reker als aussichtsreichste Kandidaten politische Aussagen verweigerten.
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